Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg & Hafen
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Auswandern - Einwandern


Meri, Paul, der Fremde und ich
Nach dem erfolgreichen "Land in Sicht" Projekt sind wir wieder im Hier und Jetzt der Jugend in Wilhelmsburg. Eine weitere Kooperationsarbeit wollten wir wagen, eine Arbeit, die sich mit folgender Thematik auseinandersetzt:

In einer Zeit, die auch durch das Modewort „Parallelgesellschaften“ beschrieben wird (ob dieser Ausdruck treffend ist, sei hier dahingestellt), wollen wir die Wahrnehmungen von deutschen und eingewanderten Jugendlichen in einem gemeinsamen Blick auf ihren Stadtteil richten. Wir werden uns mit den Begriffen der kulturellen Identität und Tradition beschäftigen unter besonderer Berücksichtigung der religiösen Backgrounds der teilnehmenden Schüler/innen.
Wir wollen brüchigen und überklar behaupteten Identitäten auf die Spur kommen, Eindrücke und Gefühlslagen wie „Fremdheit“, „Ablehnung“, „Anpassung“, „Hass“ anhand von alten Mythen und Geschichten aus den jeweiligen Kulturkreisen in Theatergeschichten verwandeln, die auch zu einer einzigen Geschichte, einem einzigen Drama werden können: Es knallt. Oder auch nicht. Auf jeden Fall in Wilhelmsburg. Dort ist das Leben so. Wie? Wie genau? Muslimisch? Katholisch? Türkisch? Polnisch? Oder irgendwie deutsch? Welche alten Rituale, welche alten Mythen bestimmen bewusst oder unbewusst immer noch unser alltägliches Handeln und unseren Blick auf die Welt, in der wir leben?

Liebe Gäste,
wir wollen Euch von uns erzählen. Unser Stück handelt vom Herkommen, vom Leben hier und vom Wegwollen...
Bis dann! Wir treffen uns!

„Gut, daß ich da war. Habe ich etwas verstanden. Muslime, Wilhelmsburg, junge Menschen… jetzt weiß ich, daß heute Ramadan ist... Hatte ich in 31 Jahren nicht erfahren. Auch ich habe mich in diesem Alter zur Religion hingewandt. Die Gemeinde-Clique im Ort – es war eine schöne Zeit. Doch niemand hätte in mir eine Gefahr gesehen. Ab heute schaue ich muslimischen Frauen in Deutschland wieder in die Augen. Hatte meinem Vater 1984 in Zagreb gesagt, es nicht zu tun. Damals war es anders. Macht`s gut!“



So fing alles an...

Land in Sicht
Von Veddel nach Ellis Island

S-Bahnhof Veddel heute - ein unwirtlicher Ort, an dem man sich nicht gern aufhält. Vor 100 Jahren warteten hier die Amerika-Auswanderer in den von der HAPAG gebauten Auswandererhallen auf ihr Schiff nach New York. Was hat früher mit heute zu tun - wo begegnen sich die Geschichten der Menschen von damals mit denen von heute?

Theater am Ort des historischen Geschehens
Die Theaterinszenierung "Land in Sicht" in Kooperation mit dem Gymnasium Kirchdorf-Wilhelmsburg und Theater am Strom, von September 2004, stellte diese Fragen. Themen des Stückes waren die Dokumente der Amerika-Auswanderung und in New York geführte Interviews mit jüdischen Emigranten, die Hamburg während der Nazizeit verlassen mussten. Aber auch die Erfahrungen der Jugendlichen selbst spielten eine Rolle.
Schauplatz von "Land in Sicht": das letzte Gebäude des Auswandererlagers auf der Veddel

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