Wer ist hier zu Hause? Buchvorstellung

+++ Das neue Heft „Wer ist hier zu Hause?“ wird am Di., 3.12.,
17 Uhr, in der Buchhandlung Lüdemann, Fährstr. 26, 21107 HH,
vorgestellt +++

Soeben ist der 3. Band der etwas anderen Wilhelmsburger Heimatkunde erschienen. Er heißt diesmal „Wer ist hier zu Hause?” und beschäftigt sich mit den
Besiedlern und Bewohnern Wilhelmsburgs vom 14. Jahrhundert bis heute.
Wilhelmsburg war schon immer eine Einwanderer-Insel. Das Zusammenleben von Generationen
unterschiedlicher Menschen und Kulturen prägt das Gesicht der großen Insel im Fluss. All die Menschen, die im Laufe der Zeit auf ihre ganz eigene Art zu Wilhelmsburger-innen und Wilhelmsburger wurden, haben diesen Ort gestaltet. Davon handelt das neue Heimatkundeheft. „Genau genommen“, heißt es im Vorwort, „sind alle, die hier leben, irgendwann einmal eingewandert.“ Das Buch beginnt mit der Gegenwart. Schlaglichtartig wird die „Wilde Mischung Wilhelmsburg“, wie wir sie heute vorfinden, erhellt: Alltagsbeobachtungen, die jeder kennt, so zum Beispiel das Nebeneinander von alten Bauernwiesen und Hochhaus-siedlung, türkischem Kiosk und katholischem Krankenhaus, dazu grafisch leicht verständlich aufbereitete Zahlen, Daten und Fakten zur aktuellen Situation.
In den folgenden 10 Kapiteln werden die einzelnen Stationen in der Geschichte der Zuwanderung anschaulich beschrieben. Dabei erzählt das Heft nicht nur von den großen, sofort ins Auge fallenden Zuwanderer-Gruppen wie den Arbeitern aus Schlesien und Polen Ende des 19.Jahrhunderts oder den Gastarbeitern in den 1960er Jahren. Es nimmt sich auch Raum, zum Beispiel von den Zwangsarbeitern zu berichten, die zwischen 1941 und 1945 als „unsichtbare Bewohner“ auf Wilhelmsburg gefangen waren, oder der Veränderung der Bewohnerstruktur durch die Flut 1962 und von den hinzugekommenen Bewohnern der neuen Hochhaussiedlung Kirchdorf-Süd.
Dank des umfangreichen Fotoarchivs der Geschichtswerkstatt sind die Kapitel reich bebildert.

Wie schon in den vorigen Heften haben die Autorinnen Wert auf leichte Verständlichkeit, Anschaulichkeit und eine lebendige Gestaltung gelegt.
Besonders spannend sind die eingestreuten Seiten mit dem Namen „Familienalbum“. Menschen aus Wilhelmsburg haben dafür ihre privaten Fotoalben geöffnet und aus dem Nähkästchen geplaudert. Zwischendurch werden in kurzen Passagen die historischen Grundlagen von Einwanderung erklärt sowie die Gründe für Wanderungsbewegungen. Diese Passagen verschweigen auch nicht die gesellschaftlichen und politischen Widersprüche und Widerstände, die Einwanderung hervorruft. So endet das Heft dann auch mit dem Kapitel „Zusammenleben: Wir arbeiten dran!“.

 

„Wer ist hier zu Hause?“
Die Geschichte der Elbinsel Wilhelmsburg, Band 3
Ein Lesebuch für die ganze Familie und für alle, die es unkompliziert mögen
Hg.: Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg & Hafen, Redaktion: Margret Markert, Text: Sigrun Clausen, Layout: Roswitha Stein, 32 Seiten, 9,50 Euro.
Zu erwerben in der Buchhandlung Lüdemann, Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg, Schreibstube und im Museum Elbinsel Wilhelmsburg
Bei Fragen wenden Sie sich gern an uns:
Sigrun Clausen, Schreibstube Margret Markert, Geschichtswerkstatt
Fon: 0160-6412870 Fon: 040-42103915
Mail: sic@schreibstube.biz markertm@honigfabrik.de

 

Buchvorstellung: Die Veddel

 

Mittwoch, 20. November 2019 um 18.30 Uhr auf der Veddel  im Café nova, Wilhelmsburger Str. 173
Wer pünktlich kommt, kann eines der original Straßenschilder ersteigern mit Veddeler „Motiven“. Der Erlös kommt einem guten Zweck auf der Veddel zugute!

 

Die Veddel - Ein Stadtteil im Fluss zwischen Verkehr, Hafen und Industrie: Seit über 250 Jahren gehört die Elbinsel Veddel zu Hamburg. Zeit, um sich diese Geschichte genauer anzusehen.
 Einer der faszinierendsten und kleinsten Stadtteile Hamburgs mit Ecken, Kanten und Charme. An der Veddel kann man über Jahrhunderte verfolgen, wie eng Hafen und Stadt miteinander verflochten sind, wie stark dabei der Hafen Taktgeber war und wie oft die Belange der Bewohner dem untergeordnet wurden. Das Buch illustriert dies besondere Hafenleben mit an die 100 Fotos und einem ausführlichen Textteil. 

Bei uns, auf der Veddel: im café nova, der Fischgaststätte, bei Veddel Aktiv, auf dem Pontoncafé Entenwerder und natürlich in der Buchhandlung Lüdemann, Fährstraße 26, für 16 € erhältlich!

 

Die Zweite Auflage ist da!

 Wilhelmsburger Straßen        
Ein Archiv zu öffentlichem Leben und Geschichte der Elbinseln Wilhelmsburg und Veddel
Herausgegeben von der Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg & Hafen

Was erzählen Straßennamen?
Jugendstilgiebel, stuckverzierte Fassaden, in den Eingängen farbige Kacheln mit maritimen Motiven: Das ist die Fährstraße im Wilhelmsburger Nordwesten - plötzlich durchschnitten von einem Deich. Wie kam das? Geschichte liegt auf der Straße! Man muss sie nur aufheben. Auf den Elbinseln Wilhelmsburg und der Veddel sind es ungeheuer viele Geschichten. Das unterscheidet sie von fast allen Hamburger Stadtteilen.

 

Das Kuriose
Kaum zu glauben, Passierzettel soll eine Straße sein? Aber es stimmt. Dahinter steht eine fast vergessene Geschichte das Hamburger Hafens:  Passierzettel heißt eine kleine Straße auf der Veddel - ein Hinweis auf die direkte Nachbarschaft zum Freihafen, den man nur mit dem besagten
Papier betreten durfte.

 

Das Geläufige
das man überall findet: Straßen erinnern an bedeutende Persönlichkeiten. Gängig als Namensgeber sind die Vorbesitzer des Geländes, die mit Land- und Grundbesitz Geschichte schrieben. Wie zum Beispiel Georg Wilhelm, Herzog von Braunschweig-Lüneburg, dem nicht nur die Insel, sondern auch eine der Hauptstraßen ihren Namen verdankt.

Das Neue
Wilhelmsburg verändert sich, neue Straßen erzählen neue Geschichten. Zum Beispiel die von Dursun Akçam: Nach ihm ist seit 2015 ein Uferweg am Veringkanal benannt. Der türkische Schriftsteller wirkte in Wilhelmsburg lange für das Verständnis zwischen Einheimischen und Migranten.

 

Geschichte der Inseln erkunden
Ungewöhnlich viele Straßennamen hier erzählen über frühere Landschaftsformen im Grenzgebiet zwischen Fluss und Land: Der Name Pollhornbogen zum Beispiel  im südwestlichen Gewerbegebiet Wilhelmsburgs geht zurück auf ‚Pullhorn‘: früheres Außengelände vor dem grünen Deich. Horn: Winkel, Ecke. Pull bedeutet Spitze. Pullhorn ist also vielleicht die spitze Ecke einer früheren Insel oder Halbinsel gewesen.

 

Das Alte
verschwindet. Die Wilhelmsburger Reichsstraße wird würdig verabschiedet…

Auf 60 Seiten bietet das kleine Buch einen aktuellen Überblick über alle Straßen Wilhelmsburgs und der Veddel und ihre Geschichte, reich bebildert mit 100 Fotos aus über 100 Jahren Stadtteilgeschichte.
Herausgegeben von der Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg & Hafen. Text: Margret Markert, Gestaltung: Andrea Orth, 60 Seiten, 6 €.
Erhältlich in der Buchhandlung Lüdemann, Fährstraße 26, Tel. 753 13 53, und im Museum Elbinsel Wilhelmsburg und natürlich in der Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg, HONIGFABRIK, Industriestraße 125-131, 21107 Hamburg. Tel. 040 42 10 39 15,
www.geschichtswerkstatt-wilhelmsburg.de.  markertm@honigfabrik.de