40-J-Kirchdorf-Sued-Einladung-2016-10-We
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40 Jahre Kirchdorf-Süd

 

DIE MODERNE SIEGT IM LAUBENGANG

 

Noch den ganzen Januar  im Laurens-Janssen-Haus, Kirchdorfer Damm 6,
Mo-Fr 9 – 15 Uhr.

 

Do., 26.1.17 von  19 - 21 Uhr im Laurans-Janssen-Haus:

ZUNKUNFTSPLAN STATT AUTOBAHN!

 

Ist eine Hafen-Querverbindung zwischen den Autobahnen A7 und A1 wirklich notwendig? Die Diskussionen darüber sind fast 40 Jahre alt, doch nun wird es ernst, und zwar für Kirchdorf-Süd. Die MOPO brachte im Oktober 2016 die Entwicklung in einem Kommentar auf drei Punkte: veraltet, unsozial und unökologisch.

Seit Dezember 2016 ist die Trassen-Variante der A 26 südlich von Kirchdorf-Süd mit Anbindung an die schon bestehende Auffahrt Stillhorn im Bund als vordringliche Bedarfssache eingestuft.

 

Wieviel Geld, nachbarschaftliches und politisches Engagement in 40 Jahren in die Wohnsiedlung Kirchdorf-Süd investiert wurde, um sie lebenswerter zu gestalten, zeigt die Ausstellung der Geschichts-werkstatt, die noch bis Ende Januar im Laurens-Janssen-Haus läuft, eindrucksvoll. Denn schon vor Fertigstellung der Siedlung war die Nähe zur Autobahn A 1 natürlich ein Problem, das jedoch damals gern beschönigt wurde: „In Wilhelmsburg könnte überhaupt nicht mehr gebaut werden, wenn man die Nähe der Autobahn hier überbewertet,“ urteilte 1972 der damalige Vorsitzende des Wilhelmsburger Ortsausschusses  Gerd Schwämmle. Der Schallschutzexperte Thomas Meyer kommentierte 1974: „Im Bereich der Autobahnraststätte Stillhorn-West ist die Schaffung eines wirkungsvollen Schallschutzes problematisch.  Erst 2003 (!) im Abschlussbericht zur Stadterneuerung in Kirchdorf-Süd stand zu lesen, dass der Einbau der Schallschutz-fenster von den Mietern in den betroffenen Wohnungen sehr begrüßt wurde. Nun, Jahrzehnte später, ist die ganze Siedlung von der neuen A 26-Planung betroffen.
Deshalb ist die Ausstellung ein passender Rahmen für den Informations- und Diskussionsabend. Die AG Kirchdorf-Süd sieht die Hafenquerspange als eine Bedrohung der Lebensqualität des Stadtteils und seiner Bewohner/innen. Deshalb lädt sie ein zu dieser Infoveranstaltung.

Kirchdorf-Süd - Ein vertikales Dorf? Ein Ghetto? Oder einfach ein Stadtteil?

Alles eine Frage der Perspektive. Von drinnen nach draußen guckt es sich anders als von draußen nach drinnen. Fest steht: Eintönig sind in Kirchdorf-Süd nur die Fassaden!

 

Die Ausstellung blickt aus unterschiedlichen Perspektiven auf vierzig Jahre in Hamburgs kleinster und jüngster Großwohnsiedlung. Sie zeigt Kirchdorf-Süd als Teil einer vergangenen Architekturepoche. Sie zeigt die Bemühungen, einen städtebaulichen Missgriff auf menschliches Maß zu bringen. Irgendwo zwischen stereotypen Zuschreibungen und der Individualität seiner BewohnerInnen liegt der eigene Charakter von Kirchdorf-Süd. Ihm versucht die Ausstellung auf die Spur zu kommen.