Was geschieht mit dem Kriegerdenkmal an der Emmauskirche?

 

„Den für Volk und Vaterland Gefallenen zur Ehre und im Glauben an die deutsche Zukunft errichtet 1932“ steht auf dem zur Zeit verhüllten Kriegerdenkmal.

 

Das Denkmal war seit der Zeit seiner Errichtung immer wieder umstritten und hat für Diskussionen und anti-militaristische Aktionen gesorgt. Lange Jahre war es im Gebüsch neben der Kirche verborgen.

 

Wenige Tage nach seiner Wiederaufstellung an diesem Ort wurde es mit einem Graffito übersprüht: „Kein Gedenken den Faschisten – Nazidreck“. In der Folge wurde es wegen der Bauarbeiten auf dem Kirchengrundstück mit dieser Holzkiste umhüllt. Diese Hülle bleibt, bis dem Denkmal eine künstlerisch-kommentierende Aktion zur Seite gestellt werden kann, die die militaristische Botschaft bricht und der christlichen Friedensbotschaft gerecht wird.

Zeitplan:

Auf Beschluss des Kirchengemeinderates stellt die DENKmal-Gruppe Anträge bei verschiedenen Stiftungen und öffentlichen Stellen auf finanzielle Unterstützung, um eine künstlerische Kommentierung realisieren zu können. Nach positiven Entscheidungen darüber soll im Frühjahr 2020 ein Kunstwettbewerb ausgeschrieben werden.

Von einer Jury soll der Gewinnerentwurf für ein Gegendenkmal bis Ende 2020 ausgelobt und realisiert werden. Und dann wird auch die Holzkiste verschwunden sein.

Weitere Infos und eine Broschüre mit Texten und Fotos zum historischen Hintergrund sind bei der Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg zu erhalten:

www.geschichtswerkstatt-wilhelmsburg.de

Eine spannende Schülerarbeit zum Kriegerdenkmal aus der Stadtteilschule Wilhelmsburg findet man unter:
https://DENKMAL.WTF