Kriegerdenkmal an der Emmauskirche

 

DENKmal-Prozess rund um das Kriegerdenkmal startet

 

Die ev.-luth. Reiherstieg Kirchengemeinde und die Geschichtswerkstatt laden Interessierte  ein:

Freitag, 26. Januar

von 19.30 Uhr bis 21 Uhr Kleinen EmmausSaal (Mannesallee 23, Eingang

über Hof)

Die Reaktion auf die Versetzung des Kriegerdenkmals an der Emmauskirche ließ nicht lange auf sich warten. Bisher von Hecken verdeckt, musste das Denkmal – nach Bestimmungen des Denkmalschutzamtes - wegen des Neubaus des Emmaus-Zentrums direkt an die Mannesallee versetzt werden. Über Nacht prangte auf dem Denkmal, das 1932 eingeweiht wurde und inzwischen der Toten beider Weltkriege gedenkt, ein kommentierendes Graffiti. Die Geschichte des Kriegerdenkmals ist in der Tat denkwürdig. Die Darstellung und die Inschrift bilden den damaligen völkisch-nationalen Zeitgeist ab. Für die Ev.-luth. Reiherstieg-Kirchengemeinde und die Wilhelmsburger Geschichtswerkstatt ist das nun „sichtbare“ Denkmal der Anlass, sich mit dem Hintergrund und der Wirkung dieses Kriegerdenkmals zu befassen.

An dem Abend stellen Anja Blös (Pastorin Wilhelmsburg) und Margret Markert (Geschichtswerkstatt) zunächst die geschichtlichen Zusammenhänge rund um das Denkmal dar. Toll wäre, wenn sich am selben Abend unter den Anwesenden eine Gruppe bildet, die 2018 miteinander Schritte entwickelt, auf welche Weise das Kriegerdenkmal tatsächlich ein Anstoß zum Nachdenken über „damals und heute“ werden könnte. Als Abschluss des DENKmal-Prozesses ist der Freitag, 9. November 2018 vorgesehen. Ziel ist es, bis November eine Position/Haltung hinsichtlich des Emmaus-Kriegerdenkmals zu erarbeiten und eine Empfehlung auszusprechen, wie mit dem Kriegerdenkmal an der jetzigen Stelle umzugehen sei.

 

Foto (Anja Blös): Das Kriegerdenkmal in der Sichtachse der Emmauskirche mit Graffiti